Stadtraum Hauptbahnhof 2050

Gestartet mitten in der Pandemie wurden in einer zwei Jahre dauernden Testplanung unterschiedliche Lösungsansätze für den Raum rund um den Hauptbahnhof Zürich und das Central ausgetestet. Mit einem Prozessdesign und der Online-Moderation der verschiedenen Gremien mussten wir auf die Bedingungen der Pandemie reagieren und ohne Zeitverlust bis zur zweiten Echogruppe planen. Diese Veranstaltung konnte im Frühjahr 2022 dann wiederum vor Ort stattfinden.

In der ersten Stufe der Testplanung erarbeiteten vier interdisziplinäre Fachteams Analysen und Lösungsansätze für den Raum um den HB und das Central. In der Stufe 2 vertieften zwei Teams ihre Beiträge und arbeiteten sie detailliert aus. Die Beiträge der Testplanung wurden jeweils in einem dialogorientierten Format von einem Beurteilungsgremium besprochen und es wurden Empfehlungen für das weitere Vorgehen ausgearbeitet.

Die Nutzergruppen dieses zentralen Orts sind sehr vielfältig. Über zweit sogenannte Echogruppen, die mit einer «Online-Ausstellung» ergänzt wurden, wurden gegen 60 Personen in die Testplanung einbezogen. Die Echogruppen bestanden dabei aus Mitgliedern aus den beiden Quartier- und dem Gewerbeverein, der City Vereinigung, Verkehrs- und Fachverbänden, weiteren Interessengruppen sowie der gemeinderätlichen Spezialkommission Sicherheit und Verkehr. Für die eher ruhigeren Stimmen wurde mit der ZHAW (Soziale Arbeit) und der Universität Zürich (Forschungsteam Geographie) im Projekt «Ghöred öis!?» zusammengearbeitet.

Im November 2022 wurde der Schlussbericht zur Testplanung «Masterplan HB/Central» veröffentlicht. Auf Basis der Ergebnisse wurde ab 2023 in der Synthesephase das Zukunftsbild für die langfristigen verkehrlichen und stadträumlichen Planungen im Gebiet um den Hauptbahnhof und das Central definiert. Im Jahr 2024 wurde das Zukunftsbild in einem sogenannten Weissbuch festgehalten. Mit dem Stadtratsbeschluss wurde das Weissbuch mit der Vision im Rahmen einer Ausstellung im Jahr 2025 veröffentlicht und vorgestellt.

Zusammen mit evoq, den Verantwortlichen des Zürcher Tiefbauamts und dem Zentrum für Architektur wurde eine Ausstellung entwickelt, welche die Inhalte des Weissbuchs nun der Öffentlichkeit zugänglich macht.

Bild mit freundlicher Genehmigung des Tiefbauamts Zürich