
An den Urnenabstimmungen vom 12. Februar 2017 konnte das erforderliche doppelte Ja in Baar und Zug für einen gemeindeübergreifenden Bebauungsplan nicht erreicht werden. Das Abstimmungsergebnis wurde analysiert und die Verantwortlichen aus Baar und der Stadt Zug kamen zum Schluss, die Planung grundsätzlich neu zu starten. In einer ersten Phase sollte in einem partizipativen Prozess eine neue städtebauliche Konzeption entwickelt werden. Die Bearbeitung der städtebaulichen Studie erfolgte in zwei separaten Gremien: einerseits in einem Fachgremium, welches sich aus externen Fachexperten, Vertretungen der Gemeinde Baar sowie der Grundeigentümer auf Seiten Baar sowie Vertretungen der Stadt und dem Kanton Zug zusammensetzte; andererseits in einem Reflexionsgremium, in welchem gegen 40 Personen aus der Nachbarschaft, der Politik und verschiedenen Interessengruppen persönlich eingeladen wurden, die Erkenntnisse aus dem Fachgremium anschliessend zu diskutieren. Das Hauptziel der städtebaulichen Studie konnte so erreicht werden. Eine solide Grundstruktur für einzelne Baufelder konnte definiert und die Rahmenbedingungen für die weiteren Planungsschritte geklärt werden. Im Jahr 2019 wurde über die Festsetzung des Quartiergestaltungsplans öffentlich informiert und im Jahr 2020 haben die Baarerinnen und Baarer der erforderlichen «Teilrevision Bauordnung und Zonenplan Unterfeld Süd» klar zugestimmt. Am 22. September 2024 hat die Baarer Bevölkerung den Bebauungsplan der ersten von drei Bauetappen mit 74 Prozent Ja-Stimmen gutgeheissen.